Anzeige
Mehrere Länder betroffen

Nach Beben in Myanmar: 17 Tote in Bangkok - Erdbeben in Südostasien im Newsticker

  • News-Ticker
  • Aktualisiert: 30.03.2025
  • 08:03 Uhr
  • dpa
Das Erdbeben in Südostasien hat zahlreiche Gebäude in Thailand zerstört.
Das Erdbeben in Südostasien hat zahlreiche Gebäude in Thailand zerstört.© REUTERS

In den südostasiatischen Ländern bebt minutenlang die Erde, in Bangkok verlassen Menschen in Panik ihre Häuser. Alle Entwicklungen zur aktuellen Lage im Newsticker und kostenlosen Livestream.

Anzeige
 

Zahl der Erdbebenopfer in Bangkok steigt auf 17

Die Zahl der bestätigten Erdbeben-Toten in Thailands Hauptstadt Bangkok ist auf 17 gestiegen. 83 Menschen würden noch vermisst, teilten die Behörden mit. 32 Verletzte wurden gemeldet.

Nach dem Erdbeben am Freitag, das sein Epizentrum im Nachbarland Myanmar und eine Stärke von 7,7 hatte, konzentriert sich die Suche nach weiteren Opfern oder Überlebenden auf ein in sich zusammengestürztes Hochhaus in Bangkok. Offiziell bestätigt wurden bislang zehn Tote. Unter den Trümmern des Rohbaus des Wolkenkratzers werden jedoch noch weitere Menschen vermutet.

 

Militärführung: Mehr als 1.600 Erdbeben-Tote in Myanmar

Nach dem Erdbeben in Myanmar ist die Zahl der bestätigten Toten nach Medienberichten auf 1.644 gestiegen. Wie die einheimische Nachrichtenseite "Myanmar Now" unter Berufung auf die Militärführung des südostasiatischen Landes berichtete, wurden zudem mehr als 3.400 Menschen verletzt.

 

Mehr als 1.000 Tote nach Erdbeben in Myanmar bestätigt

Das Erdbeben hat das vom Bürgerkrieg geplagte Land hart getroffen. (Archivbild)
Das Erdbeben hat das vom Bürgerkrieg geplagte Land hart getroffen. (Archivbild)© Uncredited/The Myanmar Military True News Information Team/AP/dpa

Die Zahl der offiziell bestätigten Todesopfer nach dem Erdbeben in Myanmar ist auf mehr als 1.000 angestiegen. Die Militärführung des südostasiatischen Landes gab im Staatsfernsehen zudem bekannt, dass die Zahl der Verletzten bei mehr als 2.370 liege.

Am Freitag hatte die Erde in Südostasien heftig gebebt und schwere Zerstörungen angerichtet. Das Deutsche Geoforschungsinstitut (GFZ) in Potsdam und die US-Erdbebenwarte (USGS) geben die Stärke mittlerweile mit 7,7 an. Zudem registrierten beide Institute ein paar Minuten später etwas südlich ein weiteres Erbeben mit einer Stärke von 6,4.

Das Epizentrum des stärkeren Bebens lag in der Nähe von Mandalay, der mit 1,6 Millionen Einwohnern zweitgrößten Stadt Myanmars.

 

Zahl der Todesopfer in Myanmar steigt auf 144, Hunderte Verletzte

Die Zahl der Todesopfer in Myanmar ist auf mindestens 144 gestiegen. Das berichtete "Sky News" unter Berufung auf Angaben der Junta. Zudem seien mindestens 732 Menschen bei dem Beben verletzt worden.

 

Das müssen Reisende jetzt wissen

Urlaubern in Thailand rät das Auswärtige Amt nach dem Erdbeben, die Nachrichtenlage zu verfolgen und Verhaltenshinweise lokaler Behörden, von Reiseanbietern oder Hotelpersonal zu beachten. Das schreibt das Ministerium in seinen Reisehinweisen für das Land, nachdem am Morgen ein starkes Beben mit Epizentrum in Thailands Nachbarland Myanmar Teile Südostasiens erschüttert hatte.

Nach dem Erdbeben in Thailand ist noch unklar, ob auch deutsche Urlauber betroffen sind.
Nach dem Erdbeben in Thailand ist noch unklar, ob auch deutsche Urlauber betroffen sind.© REUTERS

Betroffenen Reisenden vor Ort wird auch geraten, sich in die Krisenvorsorgeliste (ELEFAND) des Auswärtigen Amtes einzutragen und sich mit Verhaltenshinweisen bei Erdbeben vertraut zu machen, die beispielsweise das Helmholtz-Zentrum für Geoforschung in umfangreicher Form online bereitstellt. Weitere Nachbeben seien nicht auszuschließen, so das Auswärtige Amt.

Reiseveranstalter nähmen aktuell mit ihren Gästen Kontakt auf, teilte eine Sprecherin des Deutschen Reiseverbandes mit, der viele Anbieter und Reisebüros vertritt. Der DRV geht aktuell von mehreren Tausend Gästen in Thailand aus, die mit deutschen Reiseveranstaltern dort sind. Die wenigsten davon hielten sich in Bangkok auf. In Khao Lak, Phuket und Ko Samui, beliebte Urlaubsregionen im Süden des Landes, gebe es keine Beeinträchtigungen, so die Sprecherin weiter.

 

Zahl der Opfer steigt auf mindestens 24 - bislang keine Hinweise auf deutsche Todesopfer

Beim schweren Erdbeben in Südostasien sind nach Medienberichten mindestens 24 Menschen gestorben. Die Nachrichtenseite Mizzima News berichtet von 21 Toten in Myanmar und beruft sich dabei auf Hilfsorganisationen und lokale Quellen in den Regionen Taungoo, Bago, Pyawbwe sowie Mandalay. Es werde mit weiteren Toten gerechnet.

In Thailands Hauptstadt Bangkok starben zudem drei Menschen nach dem Einsturz eines im Bau befindliche Hochhauses. Das berichtet die thailändische Tageszeitung "The Nation" unter Berufung auf nationale Behörden. Unter den Trümmern in Bangkoks Stadtteil Chatuchak, der auch bei Touristen beliebt ist, werden demnach noch Dutzende Menschen vermisst.

Nach dem starken Erdbeben in Südostasien gibt es nach Angaben der geschäftsführenden Bundesregierung vorerst keine Hinweise auf deutsche Opfer. Zum jetzigen Zeitpunkt gebe es keine Erkenntnisse über betroffene Deutsche, sagte ein Sprecher des Auswärtigen Amts am Mittag in Berlin. Die Lage sei noch sehr unübersichtlich. Laut Bundesinnenministerium könnten Bergungs-Experten des Technischen Hilfswerks schnell für einen Einsatz zur Verfügung stehen. Voraussetzung dafür sei aber ein offizielles Hilfeersuchen.

 

Nachbeben in Myanmar befürchtet

Wissenschaftler halten die Gefahr weiterer Erdbeben in Myanmar für sehr realistisch. "Wir gehen davon aus, dass Nachbeben stattfinden. Das ist ein typischer Prozess", sagte der Geophysiker Oliver Heidbach vom Deutschen Geoforschungsinstitut (GFZ) in Potsdam der Deutschen Presse-Agentur.

Möglich seien Nachbeben-Serien, die in der Anzahl und Stärke mit der Zeit abnehmen. Die Wissenschaftler rechneten damit, dass es in den nächsten Stunden bis Tagen Nachbeben der Stärke 6 bis 6,5 geben könne. Es könne alternativ zu einem zweiten starken Beben kommen.

"Das ist von großer Bedeutung, weil dann die seismischen Wellen, die durch starke Nachbeben erzeugt werden, schon auf vorgeschädigte Gebäude treffen", erklärte Heidbach. Rettungsarbeiten könnten dadurch erschwert oder sehr gefährlich werden.

 

Medien: Zahl der Opfer auf 21 gestiegen

Beim schweren Erdbeben in Südostasien sind nach Medienberichten mindestens 21 Menschen gestorben. Das berichtet die Nachrichtenseite Mizzima News unter Berufung auf Hilfsorganisationen und lokale Quellen in den Regionen Taungoo, Bago, Pyawbwe sowie Mandalay. Es werde mit weiteren Toten gerechnet.

Nach Angaben von General Zaw Min Tun, dem Sprecher der Militärjunta, treffen indes zahlreiche Verletzte in den Krankenhäusern ein. Die Kliniken benötigen demnach dringend Blutkonserven. Im von der Junta autoritär regierten Krisenland Myanmar dringen Informationen oft nur schwer nach außen.

 

43 Bauarbeiter in Bangkok vermisst

Nach dem Einsturz eines im Bau befindlichen Wolkenkratzers in Thailands Hauptstadt Bangkok würden aktuell 43 Bauarbeiter vermisst, berichtet BBC unter Berufung auf Behörden.

Insgesamt sieben Bauarbeiter seien rechtzeitig aus dem Gebäue entkommen, das für Regierungsbüros vorgesehen sei.

 
Ein beschädigtes Gebäude nach einem Erdbeben in Mandalay, Myanmar. (Symbolbild)
Ein beschädigtes Gebäude nach einem Erdbeben in Mandalay, Myanmar. (Symbolbild)---/XinHua/dpa

Bericht: Mindestens 20 Tote bei Einsturz von Gotteshäusern in Myanmar

Mindestens 15 Menschen sind laut Medienberichten beim Einsturz einer Moschee in Myanmar im Anschluss an das heftige Erdbeben in dem südostasiatischen Land gestorben. Das berichtete die Nachrichtenagentur Khit Thit Media unter Berufung auf Rettungskräfte. Die Moschee stand den Angaben zufolge in der Stadt Mandalay. Der Einsturz passierte demnach während eines Gottesdienstes.

Wie die Nachrichtenagentur weiter berichtete, stürzte andernorts in Taungoo ein Kloster ein, in dem Vertriebene untergebracht waren. Fünf Menschen starben demnach, darunter auch Kinder. Mehrere Menschen sollen noch eingeschlossen sein, hieß es unter Berufung auf Augenzeugen.

 
 

Videos zeigen Wucht des Erdbebens

In den sozialen Medien kursierten kurz nach dem Erdbeben erste Videos, die das Ausmaß des Unglücks verdeutlichen. Die Aufnahmen eines Augenzeugen zeigen, wie ein im Bau befindlicher Wolkenkratzer in Bangkok einstürzt.

Externer Inhalt

Dieser Inhalt stammt von externen Anbietern wie Facebook, Instagram oder Youtube. Aktiviere bitte Personalisierte Anzeigen und Inhalte sowie Anbieter außerhalb des CMP Standards, um diese Inhalte anzuzeigen.
 

Auch China teilweise vom Erdbeben betroffen

Von dem Erdbeben sind auch Teile Chinas betroffen. Wie das chinesische Staatsfernsehen berichtete, war das Beben auch in der an Myanmar angrenzenden Provinz Yunnan in Südwestchina deutlich zu spüren. Betroffen waren unter anderem die Großstadt Kunming oder die bei Touristen beliebten Orte Lijiang und Dali.

Der Katastrophenschutz in der Stadt Ruili sprach von Schäden an Häusern und Verletzen, wie chinesische Medien unter Berufung auf die Behörde berichteten. Ein Video auf der chinesischen Online-Plattform Weibo, Chinas Pendant zur Plattform X, zeigte Trümmerteile auf einer Straße in Ruili und Schäden an einem Hausdach. Auch in den chinesischen Provinzen Guizhou und Guangxi waren die Erdstöße zu spüren.

 

Erdbeben erschüttert Thailand und Myanmar

Ein starkes Erdbeben hat unter anderem die thailändische Hauptstadt Bangkok erschüttert. Das Deutsche Geoforschungsinstitut (GFZ) in Potsdam meldete, das Erdbeben habe eine Stärke von 7,6 gehabt, die US-Erdbebenwarte USGS verzeichnete die Stärke mit 7,7.

Die Erde habe teils minutenlang gezittert, hieß es. Zudem registrierten die US-Forscher ein paar Minuten später etwas südlich ein weiteres Erbeben mit einer Stärke von 6,4.

In Bangkok bebte minutenlang die Erde, Menschen verließen in Panik ihre Häuser. Im Stadtteil Silom im Zentrum der Hauptstadt waren Tausende Menschen auf der Straße, viele rannten. Sofort waren auch Helfer im Einsatz, die die Menschen anleiteten, sich unter freien Himmel zu begeben und die Gebäude zu verlassen. Aus den Krankenhäusern wurden Patienten auf die Straßen gebracht.

Anzeige
Anzeige