H5N1-Virus
Bislang drei Fälle: Nachweis von Vogelgrippe im Augsburger Zoo
- Veröffentlicht: 30.12.2024
- 10:06 Uhr
- dpa
Im Zoo Augsburg werden drei Vögel positiv auf die Vogelgrippe getestet. Ein Ansteckungsrisiko für die Besucher wird nach Angaben der Stadt jedoch als gering eingeschätzt.
Das Amt für Verbraucherschutz und Veterinärwesen der Stadt Augsburg meldet Fälle von Vogelgrippe im Zoo Augsburg. Am Freitag seien drei Wasservögel - eine Brautente, eine Mandarinente und eine Brandgans - positiv auf das aviäre - also bevorzugt Vögel befallende - Influenzavirus (H5N1) getestet worden, teilte die Stadt mit.
Maßnahmen gegen mögliche Ausbreitung
Um eine Weiterverbreitung zu verhindern, hat das städtische Veterinäramt für den Zoo spezielle Maßnahmen angeordnet. Demnach bleiben einzelne Bereiche des Zoos geschlossen und Vögel müssen teils in ihren Stallungen bleiben. Das Tropenhaus und die begehbare Voliere sind vorerst für Besucher:innen nicht zugänglich. Der Zoo bleibt aber weiterhin geöffnet.
Direkten Kontakt zu Tieren meiden
Zudem werden weitere Vögel auf das Virus getestet. Die Stadt Augsburg schätzt das Risiko einer Ansteckung für Besucher:innen als äußerst gering ein. In Deutschland sind bislang keine Erkrankungen beim Menschen mit aviären Influenzaviren bekannt. Dennoch wird geraten, den direkten Kontakt zu Tieren zu vermeiden.
Vogelgrippe ist anzeigepflichtige Tierseuche
Die klassische "Geflügelpest", auch "Vogelgrippe", genannt, wird durch hochpathogene Influenzaviren ausgelöst. Besonders Hühner und Puten sind in der Regel betroffen. Bei der Vogelgrippe handelt es sich um eine anzeigepflichtige Tierseuche. Die Geflügelhalter:innen werden aufgerufen, die allgemeinen Sicherheitsmaßnahmen zum Schutz ihrer Tierbestände streng einzuhalten.
Laut Robert Koch-Institut können die aviären Influenzaviren auch Erkrankungen bei Menschen hervorrufen. Allerdings können die Viren nicht so leicht von Tieren auf den Menschen übertragen werden. Nach bisherigen Erkenntnissen scheint es in erster Linie bei engem Kontakt mit erkrankten oder verendeten Vögeln sowie mit deren Produkten oder Ausscheidungen zur Übertragung der Viren auf den Menschen zu kommen.