Klare Ansage an Amerikaner
"Kann keine Länder annektieren": Dänische Regierungschefin feuert gegen Trump
- Aktualisiert: 04.04.2025
- 03:35 Uhr
- Franziska Hursach
Seit Monaten sorgt US-Präsident Trump mit seinen Plänen zur Übernahme Grönlands für Aufsehen. Dänemarks Ministerpräsidentin Mette Frederiksen findet nun deutliche Worte - und richtet ihre Botschaft unmissverständlich an Washington.
Das Wichtigste in Kürze
Mit einer direkten Botschaft an die USA hat Dänemarks Ministerpräsidentin Mette Frederiksen Besitzansprüche von US-Präsident Donald Trump auf Grönland erneut zurückgewiesen.
Man könne keine anderen Länder annektieren, "auch nicht mit einem Argument internationaler Sicherheit", so die Regierungschefin bei einem Besuch in Grönland.
Trump hat in den vergangenen Monaten immer wieder erklärt, die Kontrolle über Grönland übernehmen zu wollen.
Mit einer deutlichen Botschaft an die USA hat Dänemarks Ministerpräsidentin Mette Frederiksen die Besitzansprüche von US-Präsident Donald Trump auf Grönland erneut entschieden zurückgewiesen.
Während ihres Besuchs in der grönländischen Hauptstadt Nuuk unterstrich sie die Prinzipien des Völkerrechts und stellte klar, dass nationale Grenzen, die Souveränität von Staaten und die territoriale Integrität nicht zur Debatte stehen. "Sie wurden nach dem Zweiten Weltkrieg geschaffen, damit kleine Länder keine Angst vor großen Ländern haben müssen."
Frederiksen kritisierte die Argumentation Trumps, wonach eine Übernahme Grönlands durch die USA mit sicherheitspolitischen Interessen begründet werden könne.
Man kann keine anderen Länder annektieren. Auch nicht mit einem Argument internationaler Sicherheit.
Dänemarks Ministerpräsidentin Mette Frederiksen
Die Botschaft wiederholte sie anschließend auf Englisch.
Deutliche Ansage an Trump
Die dänische Regierungschefin hatte zuvor bereits immer wieder betont, dass die Grönländer selbst über ihre Zukunft entscheiden. Während sie Trumps Forderungen bislang höflich, aber bestimmt zurückwies, wählte sie diesmal eine noch deutlichere Sprache als zuvor. Ihr Auftritt markiert die bislang schärfste Absage an die Ideen des US-Präsidenten.
Frederiksen befindet sich derzeit auf einer Reise durch Grönland. Bei ihrem Besuch auf dem dänischen Inspektionsschiff "Vædderen" betonte sie, dass die Zukunft Grönlands in den Händen der dort lebenden Menschen liege.
Trump drängt auf Kontrolle über Grönland
Donald Trump hatte in den vergangenen Monaten mehrfach den Wunsch geäußert, Grönland unter US-Kontrolle zu bringen. Als Begründung nannte er sowohl nationale als auch internationale Sicherheitsinteressen. Seine Äußerungen sorgten weltweit für Irritationen und lösten in Dänemark Empörung aus.
- Verwendete Quelle:
- Nachrichtenagentur dpa