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Ukraine-Krieg und USA

Laschet: Trump so eng wie möglich an Europa binden

  • Aktualisiert: 29.03.2025
  • 01:02 Uhr
  • dpa
Armin Laschet fordert eine engere Zusammenarbeit mit Trump.
Armin Laschet fordert eine engere Zusammenarbeit mit Trump.© Hannes P. Albert/dpa

Der Ukraine-Krieg und US-Präsident Trump fordern Europa. Der CDU-Politiker Laschet glaubt aber, dass die USA Europa noch brauchen werden. Auch zu einem Wechsel ins Außenministerium äußert er sich.

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Das Wichtigste in Kürze

  • Armin Laschet fordert eine engere Anbindung von Donald Trump an Europa, um geopolitische Konflikte mit Russland und China gemeinsam zu bewältigen.

  • Europa müsse eine eigene Rüstungsindustrie aufbauen, inklusive eines eigenen Kampfflugzeugs.

  • Laschet wird als möglicher Kandidat für das Amt des Außenministers gehandelt, betont jedoch, dass er sich nicht aktiv um Ämter bewerbe.

CDU-Außenpolitiker Armin Laschet will US-Präsident Donald Trump angesichts der Konflikte mit Russland und China enger an Europa binden. "Es bringt uns keinen Millimeter weiter, wenn wir uns jeden Tag ereifern über Donald Trump und uns über ihn lustig machen", sagte Laschet der Funke Mediengruppe. "Man muss alles tun, Trump so eng wie möglich an Europa zu binden." Es gelte, ihm zu verdeutlichen, dass eine enge Zusammenarbeit auch im amerikanischen Interesse sei.

"Es gibt geopolitische Konflikte, nicht nur mit Russland, sondern auch mit China. Trump wird uns auch noch mal brauchen", sagte Laschet. Dennoch müsse sich Europa darauf vorbereiten, dass die USA nicht mehr zur Verfügung stehen. Eine europäische Armee sei dabei erst der Schlusspunkt, zunächst brauche es eine gemeinsame Rüstungsindustrie.

Donald Trump, Wladimir Putin, Olaf Scholz

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Laschet: Europa muss eigenes Kampfflugzeug produzieren können

"Wir haben F-35-Kampfflugzeuge aus den USA gekauft. Wenn die Amerikaner sagen, wir stellen die im Einsatz nicht bereit, ist die ganze Investition sinnlos." Europa müsse in der Lage sein, ein eigenes Kampfflugzeug zu produzieren und eine eigene Rüstungsindustrie aufzubauen.

Am Donnerstag hatte die "Koalition der Willigen" mit Spitzenvertretern aus 31 Ländern zur Ukraine-Unterstützung beraten. Dabei gab es zur möglichen Entsendung europäischer Streitkräfte zur Absicherung einer möglichen Waffenruhe in der Ukraine keine Einigung. Der geschäftsführende Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) äußerte sich dazu zurückhaltend. Auch Laschet hat an dem Projekt seine Zweifel: "Im Moment fehlt mir die Fantasie, wie eine Friedenstruppe für die Ukraine ohne die Amerikaner aussehen soll."

Will Laschet Außenminister werden? 

Der frühere Kanzlerkandidat der Union und Ex-NRW-Ministerpräsident wird als ein möglicher Kandidat für das Außenministerium gehandelt. Auf die Frage, ob es sich das Amt des Außenministers zutraue, antwortete Laschet: "Ich werde mich nicht um Ämter bewerben." Außenpolitik habe ihn in seinen unterschiedlichen Funktionen aber immer begleitet. "Die Europapolitik, die Beziehungen zu Frankreich und zu Israel haben mich seit frühester Jugend geprägt."

Laschet hatte jüngst Annalena Baerbock bei einer ihrer letzten Reisen nach Syrien und in den Libanon als Außenministerin begleitet.

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